Die Grundsätze

Die Steirischen Gesundheitsziele sowie deren Umsetzung basieren auf folgenden drei Grundsätzen.
Gesundes Leben mitgestaltenEine Gesellschaft, die es den BürgerInnen ermöglicht und sie befähigt, sich vollgültig und sinnvoll am sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben ihres Gemeinwesens zu beteiligen, ist gesünder als eine Gesellschaft, in der die Menschen mit Unsicherheit, sozialer Ausgrenzung und Benachteiligung zu kämpfen haben.
Es müssen daher demokratie-, arbeits-, bildungs- und medienpolitische Rahmenbedingungen für eine möglichst hohe Partizipation in allen Bereichen geschaffen werden.

Gleiche Chancen für Gesundheit ermöglichen Gesundheit und Einkommen hängen zusammen – oder anders ausgedrückt: Armut macht krank. Sozioökonomisch bevorzugte Schichten erfreuen sich besserer Gesundheit als sozial schlechter gestellte Bevölkerungsgruppen.
Die Beseitigung von sozialen und regionalen Ungleichheiten ist eine zentrale Herausforderung, die aber wichtig ist, um den Gesundheitszustand der Bevölkerung zu verbessern.

Gesundheit in alle Bereiche der Gesellschaft bringenViele Entscheidungen, die Einfluss auf die Gesundheit der Menschen nehmen, werden nicht vom Gesundheitsressort, sondern von anderen Politik- und Gesellschaftsbereichen getroffen.
Vor allem Determinanten wie Bildung, Arbeit und Umwelt haben einen Einfluss auf die Verteilung der Risikofaktoren in der Bevölkerung und führen damit zu ungleichen Gesundheitschancen.
Es ist daher notwendig, sektorenübergreifend zu arbeiten und das Bewusstsein dafür, dass Gesundheit auch von anderen Sektoren mit beeinflusst wird, zu stärken.​