"Aktion Saubere Hände" im steirischen Gesundheitswesen

Im Krankenhaus oder anderen Einrichtungen des Gesundheitssystems erworbene Infektionen, sogenannte healthcare-associated infections, führen neben höheren Mortalitätsraten und längeren oder vermeidbaren Krankenhausaufenthalten vor allem zu einem zusätzlichen Leid für Patientinnen und Patienten. In zahlreichen internationalen Studien konnte belegt werden, dass insbesondere Maßnahmen zur Verbesserung der Händehygiene den größten Effekt zur Vermeidung von gesundheitssystem-bezogenen Infektionen zeigen. Gleichzeitig wurde in vielen Untersuchungen nachgewiesen, dass genau diese einfache Maßnahme aufgrund verschiedener Faktoren, wie beispielsweise Zeitdruck oder unzureichende Spenderausstattung, oftmals nicht ausreichend befolgt wird.

Aufbauend auf die WHO Kampagne „Clean Care is Safer Care" wurde in Deutschland die Kampagne „Aktion Saubere Hände" ins Leben gerufen. Die „Aktion Saubere Hände" startete 2008 mit dem Ziel, die Compliance der Händedesinfektion in Gesundheitseinrichtungen zu erhöhen. In Österreich gab es keine derartige Kampagne, weshalb sich die Gesundheitsplattform Steiermark entschlossen hat, die „Aktion Saubere Hände" im steirischen Gesundheitswesen umzusetzen.

Da PatientInnen im Krankheitsfall nicht ausschließlich im Krankenhaus behandelt werden, stellt die Verschleppung von Keimen ein relevantes Problem für alle Gesundheitssektoren dar. Die „Aktion Saubere Hände" soll auf alle Sektoren des Gesundheitswesens - Krankenanstalten, stationäre Pflegeeinrichtungen, Reha-Einrichtungen, Rettungsdienste, Hauskrankenpflege als auch Arztpraxen – ausgerollt werden.

 

Abbildung: Stufenweise Umsetzung in der Steiermark