Maßnahmenkatalog zur Konfliktprävention

Auf Basis der Mitarbeiterumfrage und einer Diskussionen mit verantwortlichen Sicherheitsfachkräften wurde deutlich, dass in einigen Ambulanzen bereits verschiedene Lösungen zur Bearbeitung von Problemen im Zusammenhang mit Aggression und Übergriffen gegeben sind, die jeweils unter spezifischen Rahmenbedingungen entwickelt wurden und dort gut funktionieren. Andere Ambulanzen hingegen sind noch auf der Suche nach passenden Maßnahmen.

​​​Ziel

Ziel des Maßnahmenkataloges ist es, dieses in der Praxis vorhandene Wissen allgemein verfügbar zu machen.

Zielgruppe

Der Maßnahmenkatalog richtet sich an die Kollegiale Führung, Sicherheitsfachkräfte, Risikomanagement, Qualitätsmanagement, Arbeitsmediziner etc.

Methode

Unter der Leitung des Gesundheitsfonds Steiermark wurde ein Maßnahmenkatalog zum Thema Konfliktprävention erstellt, in dem bestehende Lösungen, deren Rahmenbedingungen, Ansprechpersonen etc. dargestellt werden und der eine systematische Erfassung dieses Wissens ermöglicht.

Gute, bereits bestehende Sicherheitsmodelle in Ambulanzen, die Konflikte vermeiden und schlichten helfen, wurden gesammelt und sollen für alle steirischen Krankenanstalten sichtbar gemacht werden.

Folgende Krankenanstalten haben sich an diesen Maßnahmen beteiligt, möchten sich steiermarkweit vernetzen und stellen ihre Maßnahmen in dem dafür vorgesehenen Maßnahmenkatalog öffentlich dar.

  • Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft m.b.H.
  • KH-Univ. Klinikum Graz
  • Steiermärkische Gebietskrankenkasse
  • Allgemeine Unfallversicherungsanstalt Graz
  • Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Graz
  • Krankenhaus der Elisabethinen Graz
  • Klinik Diakonissen Schladming GmbH
  • Marienkrankenhaus Vorau Gemeinnützige GmbH
  • AMEOS Klinikum Bad Aussee


Das Ergebnis

Im Maßnahmenkatalog werden Kontexte aufgezeigt, welche ein erhöhtes Konflikt- und Gewaltpotential beinhalten. Des Weiteren werden die Phasen im Umgang mit Konflikten und Gewalt beleuchtet.

Herzstück des Maßnahmenkataloges ist jedoch die Sammlung von Konfliktpräventionsmaßnahmen, welche bereits in der Praxis umgesetzt werden. Diese wurden zu einer besseren Orientierung in die Phasen Prävention, Akutphase und Nachsorge eingeteilt sowie der Krankenhausplanung, organisatorischen Maßnahmen oder personellen Maßnahmen zugeteilt.

Darüber hinaus beinhaltet der Maßnahmenkatalog auch die Kontaktdaten jener Expertinnen und Experten aus den oben genannten Krankenhausanstalten, welche Maßnahmen bereits durchführen und für außenstehende Personen für einen Austausch zur Verfügung stehen.

Zu guter Letzt finden sich noch Tipps aus der Praxis und empfehlenswerte Literatur in diesem Maßnahmenkatalog wieder.