ELGA - Ihre Gesundheit, Ihre Entscheidung

ELGA steht für „elektronische Gesundheitsakte“ und ist ein gemeinsames nationales Projekt der ELGA-Systempartner (Bund, Länder und Sozialversicherung). ELGA ist ein Informationssystem, das PatientInnen sowie Spitälern, niedergelassenen ÄrztInnen, Apotheken und Pflegeeinrichtungen einen gesicherten, orts- und zeitunabhängigen Zugang zu wichtigen Gesundheitsdaten ermöglicht.

Das wesentliche Ziel von ELGA ist es, die Qualität im österreichischen Gesundheitswesen zu verbessern. Dies soll durch die Optimierung des Informationsflusses zwischen den unterschiedlichen Gesundheitsdiensteanbietern realisiert werden. Damit sind rasche und faktengestützte Diagnosen und Behandlungen möglich. Die ELGA-Gesundheitsdaten erlauben einen medizinischen Überblick zu jeder/m PatientIn. Basierend darauf, können ÄrztInnen sowie Pflegepersonal ihr gesamtes Behandlungs- und Betreuungspotential ausschöpfen und individuell auf die PatientInnen eingehen. Langwierige Befundsuche, Mehrfachuntersuchungen oder vergessene Medikamente sollten mit ELGA der Vergangenheit angehören.

 
 

e-Medikation – eine wesentliche Anwendung von ELGA

Ein wichtiger Teil von ELGA ist die e-Medikation. ÄrztInnen mit Kassenvertrag sind verpflichtet, alle Medikamente, die sie verordnen, in die e-Medikationsliste der/s PatientIn einzutragen. Apotheken müssen alle abgegebenen Medikamente – auch die nicht rezeptpflichtigen, die Wechselwirkungen hervorrufen können – in die e-Medikation eintragen. Damit wird es möglich, potentielle Wechselwirkungen bei der Einnahme rasch und einfach zu erkennen und somit zu vermeiden. PatientInnen haben zudem das Recht, im Einzelfall die Eintragung eines Medikaments abzulehnen. Zu beachten ist, dass ein nachträgliches Löschen einer Eintragung nicht mehr möglich ist.


      
             
 

             
 


 

ELGA – mehr Rechte der BürgerInnen

Neben der optimalen Versorgung und dem Schutz vor Gesundheitsrisiken stärkt ELGA auch die Rechte der PatientInnen. Sie können über ein Portal selbst ihre Gesundheitsdaten und ihre Medikationsliste (e-Medikation) rund um die Uhr einsehen. Gleichzeitig bestimmen sie selbst, welche Daten für wen sichtbar sind. Kinder unter 14 Jahren werden von ihren Eltern bzw. ihren Erziehungsberechtigten vertreten. Personen, die nicht mehr handlungs- bzw. geschäftsfähig sind, werden von einer/m SachwalterIn vertreten. Die Einsichtnahme in die ELGA einer/s PatientIn ist für einen ELGA-GDA nur dann möglich, wenn ein aufrechtes Behandlungs- bzw. Betreuungsverhältnis  besteht.

Höchste Sicherheitsstandards sind gewährleistet

Für ELGA gelten die höchsten Sicherheitsstandards. Entlassungsbriefe oder Befunde bleiben – wie bisher – im Verantwortungsbereich des Spitals oder der/s Ärztin/Arztes gespeichert. Die ELGA-Gesundheitsdaten werden ausschließlich in verschlüsselter Form und in speziell für das Gesundheitswesen etablierten, sicheren Gesundheitsnetzen transportiert. Zusätzlich werden alle Zugriffe auf die eigenen Gesundheitsdaten mitprotokolliert. Damit können PatientInnen jederzeit über das ELGA-Portal kontrollieren, wer auf ihre Daten zugegriffen hat.

 

Opt-out-Regelung für ELGA

Grundsätzlich nimmt jede/r BürgerIn automatisch an ELGA teil. Das ELGA-Gesetz sieht aber eine sogenannte Opt-out-Regelung vor: BürgerInnen können bestimmen, ob sie komplett oder an einzelnen ELGA-Funktionen (e-Befunde, e-Medikation) teilnehmen möchten. Eine komplette oder teilweise Abmeldung (bzw. auch eine Wiederanmeldung) an ELGA kann jederzeit entweder elektronisch über das ELGA-Portal oder schriftlich bei der ELGA-Widerspruchstelle durchgeführt werden. Während der Zeit der Abmeldung werden keine ELGA-Gesundheitsdaten erfasst und auch nicht rückwirkend über ELGA zur Verfügung gestellt.