Wie komme ich zu meiner ELGA?

In die persönliche ELGA gelangen BürgerInnen über das ELGA-Portal auf www.gesundheit.gv.at, nach Anmeldung mit Handysignatur oder Bürgerkarte (www.buergerkarte.at). Mit diesem „elektronischen Ausweis“ ist die eindeutige Identifizierung der/des jeweiligen Bürgerin/s möglich.
Nach Anmeldung mittels Bürgerkarte oder Handysignatur können ELGA-TeilnehmerInnen im ELGA-Portal die persönlichen ELGA-Gesundheitsdaten einsehen und managen, die ELGA-Teilnahme regeln, die Zugriffsrechte verwalten und im Protokoll nachprüfen, wer wann welche Informationen abgerufen hat.

Was sehe ich in meiner ELGA?

So wie der ELGA-Start schrittweise erfolgt, wird auch die persönliche ELGA langsam wachsen. Zunächst werden
  • ärztliche und pflegerische Entlassungsbriefe aus stationären Aufenthalten
  • Laborbefunde im Rahmen ambulanter Aufenthalte
  • Befunde der bildgebenden Diagnostik (Radiologiebefunde) im Rahmen ambulanter Aufenthalte

von den Spitälern verfügbar gemacht. Sobald es ELGA-Gesundheitsdaten gibt, können diese persönlich online über das ELGA-Portal abgerufen werden. Ältere Befunde werden nicht in ELGA gespeichert.


Wie wird der Datenschutz bei ELGA gewährleistet?

Auch für ELGA gilt das Datenschutzgesetz (DSG 2000). Dieses gestattet unter bestimmten Bedingungen die Verwendung von (elektronischen) Gesundheitsdaten „zum Zweck der Gesundheitsvorsorge oder Gesundheitsbehandlung, der medizinischen Diagnostik und für die Verwaltung von Gesundheitsdiensten“.

Das ELGA-Gesetz als spezielle Gesetzesmaterie präzisiert die Bestimmungen des DSG 2000 für die Verwendung von elektronischen Gesundheitsdaten. So sind „ELGA-Gesundheitsdaten“ und „ELGA-Gesundheitsdiensteanbieter“ eindeutig im ELGA-Gesetz definiert. Nur wer ein „berechtigter“ Gesundheitsdiensteanbieter, also ein ELGA-Gesundheitsdiensteanbieter ist, darf auf ELGA-Gesundheitsdaten, also auf z.B. Entlassungsbriefe, Labor- und Röntgenbefunde oder Medikationsdaten, zugreifen. Überdies gilt die ärztliche Schweigepflicht selbstverständlich auch für die ELGA-Gesundheitsdiensteanbieter.

Jede Verwendung von ELGA-Gesundheitsdaten ist mit dem Namen der natürlichen Person, die die ELGA-Gesundheitsdaten tatsächlich verwendet hat, zu protokollieren (§ 22 Abs. 2 Z 5 ELGA-Gesetz). Das heißt, dass niedergelassene ÄrztInnen sowie Krankenanstalten mit personifizierten Zugängen arbeiten müssen. Für die PatientInnen bedeutet dies, dass sie über das ELGA-Portal zeit- und ortsunabhängig jederzeit darüber Auskunft erhalten können, wer wann auf welche ihrer ELGA-Gesundheitsdaten zugegriffen hat. Bei missbräuchlicher Verwendung von ELGA-Gesundheitsdaten drohen hohe Strafen. Dies stellt eine wesentliche Verbesserung gegenüber dem normalen Auskunftsrecht nach dem Datenschutzgesetz dar.